Inspiration

Was sind Pilze?

Der bekannteste Teil eines Pilzes ist der fleischige, sporentragende Fruchtkörper, der in der Regel oberirdisch, auf dem Boden oder auf seiner Nahrungsquelle - dem Substrat wächst.

Diese Fruchtkörper sind lediglich die Früchte eines überwiegend unterirdischen Organismus, den wir Pilze nennen. Der lebende Körper des Pilzes ist das Myzel, das aus einem Geflecht winziger Fäden, den Hyphen, besteht. Je nach Größe des Pilzes können diese Hyphen auf über einen Kilometer Gesamtlänge an einem Tag wachsen.

Lebenszyklus von Pilzen

Pilze vermehren sich durch mikroskopisch kleine Sporen, die sie auf ihren Lamellen produzieren. Wenn diese "Pilzsamen" auf einem geeigneten Substrat landen und die Bedingungen stimmen, wachsen sie zu einem Myzel und bilden ein unterirdisches Netz. Danach wartet der Pilz auf die perfekte Temperatur und Luftfeuchtigkeit, um oberhalb des Bodens einen Fruchtkörper zu bilden - den Pilz, der mit zunehmender Reife weitere Sporen produzieren wird.

Die Pilzfamilie

Pilze gehören zu einer eigenen Familie, getrennt von Pflanzen und Tieren. Sie unterscheiden sich von Pflanzen und Tieren durch die Art und Weise, wie sie ihre Nährstoffe gewinnen.

Während Pflanzen ihre Nahrung mithilfe der Sonnenenergie herstellen (Fotosynthese), fressen Tiere die Nahrung und verdauen sie anschließend innerlich. Pilze sind völlig anders: Das Myzel wächst in oder um die Nahrungsquelle herum, sondert Enzyme ab, die die Nahrung von außen verdauen, und das Myzel nimmt dann die verdauten Nährstoffe auf.

Pilzkategorien

Je nachdem, wie sie sich ernähren, werden Pilze in diese drei allgemeinen Kategorien eingeteilt:

  1. Saprophyten wachsen auf totem organischen Material wie Laub, Pflanzen und totem Holz. Diese Zersetzer recyceln daraus Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff und Mineralien und stellen Nährstoffe für lebende Pflanzen, Insekten und Mikroorganismen zur Verfügung. Zu dieser Kategorie gehören viele Speise- und Heilpilze wie Shiitake, Reishi und Austernpilze.
  2. Parasiten wachsen auf lebenden Bäumen und Pflanzen, entziehen ihnen die Nährstoffe und gefährden die Gesundheit des Wirts. Sobald der Wirt abgestorben ist, wird das tote Material von den Saprophyten zersetzt. Die meisten parasitären Pilze sind Mikropilze, die mit bloßem Auge kaum zu erkennen sind. Manchmal können wir sie als Flecken oder Verbrennungen auf Baumblättern erkennen.
  1. Mykorrhizapilze formieren eine symbiotische Beziehung mit den Wurzeln lebender Bäume. Sie erhöhen die Zucker- und Nährstoffaufnahme und kurbeln die Verdauung der Bäume an. Die Myzelstruktur wächst auch über die Wurzelstruktur hinaus und bringt der lebenden Pflanze entfernte Nährstoffe und Feuchtigkeit. Die bekanntesten Vertreter dieser Kategorie sind Steinpilze, Eierschwammerl und Trüffel.Wurzelstruktur hinaus und bringt der lebenden Pflanze entfernte Nährstoffe und Feuchtigkeit. Bekannteste Vertreter dieser Kategorie sind Steinpilze, Pfifferlinge und Trüffel.

Das Internet der Natur

Durch die Zersetzung von Materie, wachsen Pilze und bilden mykologische Membranen, die ökologische Lebensräume auf vielfältige Weise unterstützen.

Die ineinander verflechtenden Myzelfäden bilden ein riesiges Netzwerk, das auf Veränderungen reagiert und Informationen mit seiner Umgebung (Wasser, Boden, Pflanzen und Bäume) austauscht, weshalb es auch als Internet der Natur bezeichnet wird. Das Myzelnetz sorgt dafür, dass wichtige Nährstoffe effizient durch die gesamte Nahrungskette fließen, und das macht Pilze zu einem wesentlichen Bestandteil des gesamten Ökosystems.

NEUE PRODUKTE

AUSGEWÄHLT

Zusammenhängende Posts

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert